3. Mai 2012

Ende gut, alles gut?

Warum sind Menschen nie damit zufrieden was sie gerade haben? Wieso wollen Menschen immer mehr und immer etwas anderes? Warum ist mein Leben überhaupt so wie es gerade ist? Bin ich, weil ich denke? Gehört meine Zeit mir und darf ich mit ihr anfangen was ich möchte oder wird es bestimmt von all den Sachen die man im Leben erledigen muss, bzw. will?!
Ich bin schon seit einer Woche krank und ich bin total geknickt und konnte den ersten Mai in meinem Bett und alleine auf der Gartenliege verbringen! Beschissener geht’s nicht. Und ich werde und werde einfach nicht gesund, jeden Tag kommt etwas neues dazu und jetzt muss ich auch noch Antibiotikum nehmen und kann morgen auf unserer Jahrgangsstufenparty nichts trinken. Naja, was soll's, ich kann hoffentlich auch noch ohne Alkohol Spaß haben... Ich habe dann aus purer Langweile eine Collage für mein Zimmer erstellt und da steht: "Wenn alles gesagt und getan ist, hast du genug getan und gesagt? Hast du im leben immer nur hinten gesessen, oder bist du mit deinem Schicksal um die Wette gefahren? Wenn du eines Tages abtrittst- hast du irgendwas getan, dass diese Welt besser macht? Du hast alles was du brauchst: Deinen Verstand und das passende Outfit. Du entscheidest was die Nachwelt über dich schreibt. Du entscheidest, was bleibt. GO FORTH"
Ich finde wenn man das jetzt noch in die Form eines Lebensmottos packt ist es ein ziemlich gutes Motto. Vorwärts gehen, etwas bewegen.
"What doesn't kill you, makes you stronger." Was mich nicht killt, macht mich stärker. Im Grunde killt mich nichts von dem was gerade passiert, es killt höchstens meine Seele, aber es killt mich nicht so, das ich morgen im Grab liege. Also macht es mich stärker. Aber was habe ich davon? Macht es mich stärker um das nächste schlechte Geschehnis leichter auszuhalten? Oder geht es darum stark genug zu sein um einfach glücklich zu leben und so stark zu sein etwas aus seinem Leben zu machen?! Ich glaube wenn man aufhört über den Sinn des Lebens nachzudenken, dann hat man ihn gefunden. Nämlich nicht denken, sondern existieren und glücklich sein, in dem Sinne das es für einen selber okay ist und das man sich wohlfühlt. Aber man muss erstmal schaffen nicht nachzudenken. Das ist so schwer. Ich glaube man ist mit 16 in einer Phase, in der möchte man die ganze Welt retten und man möchte probieren alles richtig zu machen. Auch wenn ich gerade genau das durchlebe macht man, meiner Meinung nach, alles richtig, indem man Fehler macht. Aus diesen Fehlern lernt man und aus diesen Fehlern lernen andere und man sollte das unrelevante im Leben links liegen lassen und das relevante genießen. Klar ist für jeden etwas anderes relevant, bzw. unrelevant, aber mit dem unrelevanten kommt man ja nicht weiter und wenn es dich nicht weiter bringt, wieso sollte es dich beschäftigen? Wieso sollte es mich beschäftigen was andere über mich denken, wenn es mich nicht weiterbringt? Wieso sollte es mich beschäftigen ob mein Zimmer gerade ordentlich oder unordentlich ist, wenn es mich in dieser Situation nicht weiterbringt? Natürlich macht man jeden Tag Sachen die unwichtig sind aber man sollte sie reduzieren und sich auf das beschränken was sich in dem Moment gut anfühlt. Gut für Seele, Kopf und Geist. Und zusätzlich sollte man vielleicht noch beten, zumindestens wenn man glaubt das Gott gut ist. Ich würde so gerne lernen zufrieden zu sein. Das hier sind alles so Gedankenfetzen die in meinem Kopf rumschwirren, ich konnte keinen Fließtext erstellen... es tut mir leid.
Ich bin dankbar für all meine schönen Freunde und für alles was ich mit ihnen erleben kann und besonders dafür das sie mich so nehmen wie ich bin, auch wenn ich manchmal daran zweifel. Dieser Post geht an meine Rabaukenfreundin Svenja weil ich sie liebe für ihre schönen Wörter und für ihre schönen Augen und für ihren schönen Lidstrich und für ihre schönen Ohren und dafür das sie mit mir nachts Sterne gucken geht und dafür das sie möchte das es mir gut geht und mir jeden verdammten Tag 4 mal „Gute Besserung“ wünscht und mich probiert gesund zu pflegen. Und Svenni, wir finden schon noch unser Glück und kriegen jeder mindestens vier Kinder. Wir müssen nur warten und dann sitzen wir auch mit Jungsklamotten auf einer Wiese und küssen unseren Freund der uns barfuß in den Armen hält. Und es hat sich ja schon mal jemand für uns bemüht! Ich krieg das hin, ich weiß zwar noch nicht wie, aber am Ende krieg ich hin das wir beide am besten in Lissabon sitzen und sagen: UNSER LEBEN IST GEIL

Klappe zu, Affe tot.
xxxxx, r. 

Blick aus meinem Fenster (nur ganz bisschen bearbeitet!)
 

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